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Wappen Weingut Arnold PaulyWeingut Arnold Pauly
Osann-Monzel und seine Weinberge aus der Luft, dahinter die Höhen der Mittelmosel

1000 Jahre Weindorf

Im Jahr 1008 wird Osann zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Wein wuchs hier wohl schon Jahrhunderte früher. Hier erzählen wir die Weingeschichte unseres Dorfes nach der Ortschronik »1000 Jahre Osann«.

Zur Chronik

Vom Römerkelter zur Gegenwart

Die wichtigsten Stationen aus der Ortschronik »1000 Jahre Osann«.

  1. 4. Jh.

    Römer keltern am Noviander Berg

    Direkt an der Osanner Gemarkungsgrenze wurde eine römische Kelteranlage aus dem 4. Jahrhundert gefunden. Sie ist ein starkes Indiz dafür, dass schon die Römer hier Osanner Trauben zu Most verarbeitet haben. Kaiser Probus hatte den Weinbau an der Mosel bereits 276 uneingeschränkt erlaubt, und der Dichter Ausonius besang die Rebhänge 396 in seinem Gedicht »Mosella«.

  2. 1008

    Osann tritt in die Geschichte ein

    Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Die Osanner Kirche gehörte damals zum Trierer Kloster St. Martin. Das spricht dafür, dass der Weinbau längst etabliert war, denn Klöster brauchten Messwein und hatten großes Interesse an guten Lagen.

  3. 1237

    Die Klöster kommen

    Die Abtei Himmerod erwirbt Weinberge in Osann. Über die Jahrhunderte folgen das Stift Kyllburg, Eberhardsklausen, St. Matthias in Trier und das Kloster Machern. Auch das Trierer St.-Paulin-Stift ist vertreten, sein Name lebt bis heute in der Lage Paulinslay fort.

  4. 1488

    Der Weinbau, schwarz auf weiß

    Im Erbteilungsvertrag des Grafen Dietrich III. von Manderscheid wird der Osanner Weinbau erstmals ausdrücklich erwähnt. Das Dorf fällt mit allen Rechten und Nutzungen an seinen Sohn Kuno.

  5. 1792

    Gründung unseres Weinguts

    Noch unter kurtrierischer Herrschaft beginnt die Geschichte des Weinguts Arnold Pauly, zwei Jahre bevor die französischen Revolutionstruppen das Rheinland erreichen.

  6. 1880

    Reblaus und Neubeginn

    Die aus Amerika eingeschleppte Reblaus bedroht die Mosel. In Osann werden eigens geschulte Reblausuntersucher berufen, die die Weinberge kontrollieren. Der Ortsweinbau übersteht die Krise und wächst im 20. Jahrhundert zu neuer Blüte.

  7. 1953

    Osann bekommt eine Königin

    Klara Reef wird die erste Osanner Weinkönigin und fährt auf einem geschmückten Weinwerbewagen zum Bernkasteler Weinfest. Schon 1954 stellt die Familie Pauly die Königin, eine Tradition, die bis heute gepflegt wird.

  8. 1978

    Die große Zeit des Ortsweinbaus

    135 Haupterwerbs- und 86 Nebenerwerbsbetriebe bewirtschaften 270 Hektar Reben in den Lagen Kätzchen, Rosenberg, Paulinslay und Kirchlay. Fast jede Osanner Familie hat mit Wein zu tun.

  9. Heute

    Wenige Betriebe, klare Handschrift

    Der Strukturwandel hat die Zahl der Weingüter stark verringert. Die verbliebenen Betriebe setzen dafür umso konsequenter auf Qualität. Der Riesling bleibt die prägende Sorte, dazu kommen Burgunder. Und der Wein ist geblieben, was er in Osann immer war: ein Teil des Dorflebens.

Osann aus der Luft, eingebettet in Weinberge und Wald

1000 Jahre Geschichte und Weinbaukultur

Osann blickt auf eine lange Tradition zurück. Schon vor über 2.000 Jahren schätzten Kelten und Römer die sonnigen Hanglagen der Mittelmosel und legten den Grundstein für den Weinbau im Ort. Funde wie eine römische Villa rustica in der Gemarkung „Auf Kompen“ zeugen von einer frühen Blütezeit antiker Landgüter.

Nach dem Ende der Römerzeit wurde Osann im 7. und 8. Jahrhundert eine fränkische Siedlung. Die älteste schriftliche Erwähnung der Osanner Kirche, der Ecclesia de Osanna, stammt aus der Zeit um 1008. Mehr als 350 Jahre lang, vom Spätmittelalter bis 1794, prägten die Grafen von Manderscheid als Grundherren das Dorfleben unter der Landesherrschaft des Kurfürstentums Trier.

Das wirtschaftliche Herz des Ortes war und ist der Weinbau. Zuerst schätzten mächtige Klöster wie die Abtei Himmerod die Osanner Hänge. Den entscheidenden Anstoß für die heutige Qualität gab 1780 der Trierer Kurfürst Clemens Wenzeslaus: Er ordnete an, flächendeckend die edle Rieslingrebe zu pflanzen.

Mit dem Einmarsch französischer Truppen 1794 endete das Feudalsystem, und die Osanner Winzer wurden freie Eigentümer ihrer Weinberge. Es folgten die preußische Zeit ab 1815 und die Modernisierung im 20. Jahrhundert. 1969 schlossen sich die Nachbardörfer Osann und Monzel zur heutigen Gemeinde Osann-Monzel zusammen.

Aussichtspunkte rund um den Hof

Vier Rastplätze erreichen Sie vom Hof aus zu Fuß in weniger als einer halben Stunde. Für die anderen drei nehmen Sie besser das Rad oder das Auto. Tippen Sie auf einen Ort, dann sehen Sie Entfernung, Wege und Route.

Rastplatz Moselblick in den Weinbergen über Osann-Monzel

Rastplatz Moselblick

Natur & Aussicht

Entfernung vom Weingut
Zu Fuß850 m14 Min.
Fahrrad850 m6 Min.
Auto850 m2 Min.

Bänke mitten in den Weinbergen über Osann-Monzel. Von hier sehen Sie weit ins Moseltal.

Route in Google Maps

Von Schiefer geprägt

Unsere Reben wachsen in den vier Osanner Lagen, auf Böden, die seit der Römerzeit Wein tragen. Im Mittelpunkt steht der Riesling, die Sorte, die den Ruf der Mosel begründet hat. Dazu kommen Burgunder und Spezialitäten aus eigenem Anbau.

Zu unseren Weinen
Dunkler Schieferstein aus der Nähe
Die Mosel in einer weiten Schleife, an den Hängen Weinberge und Dörfer

Vier Lagen, ein Dorf

Die Weinberge von Osann-Monzel verteilen sich auf vier klassische Lagen. 1978, zur Blütezeit des Ortsweinbaus, standen hier 270 Hektar Reben. So verteilten sie sich:

  • Rosenberg

    120 Hektar

    Die größte Osanner Lage mit kräftigen, sonnenverwöhnten Rieslingen.

  • Kätzchen

    100 Hektar

    Klingender Name, feine Frucht. Das Herzstück über dem Ort.

  • Paulinslay

    25 Hektar

    Kleine Lage mit Schieferwürze, benannt nach dem Trierer St.-Paulin-Stift.

  • Kirchlay

    25 Hektar

    Rund um die alte Pfarrkirche. Weine mit Charakter und Herkunft.

Flächen nach der Ortschronik »1000 Jahre Osann«, Stand 1978. »Lay« ist das Moselwort für Schieferfels.

Osann-Monzel im Abendlicht, ringsum Weinberge

Ein Jahr im Weinberg

Vom Winterschnitt bis zur Lese geschieht an unserem Hang fast alles von Hand. Wenn Sie bei uns zu Gast sind, sehen Sie draußen, was gerade ansteht.

  1. Januar bis März

    Der Rebschnitt

    Bei Frost und klarer Luft schneiden wir jeden Stock von Hand. Jetzt entscheidet sich, wie viele Trauben der Sommer bringt.

  2. April und Mai

    Der Austrieb

    Die Knospen brechen auf, das erste Grün steht über dem Schiefer. Jetzt hoffen wir, dass kein Spätfrost mehr kommt.

  3. Juni

    Die Rebblüte

    Unscheinbar, aber fein duftend. Wenn die Reben blühen, sind es noch rund 100 Tage bis zur Lese.

  4. Juli und August

    Die Laubarbeit

    Wir lichten das Laub, damit Sonne und Luft an jede Traube kommen. Zeile für Zeile, von Hand am Steilhang.

  5. September und Oktober

    Die Lese

    Der Höhepunkt des Jahres. Wir lesen von Hand und in mehreren Durchgängen, jede Traube geht durch unsere Finger.

  6. November und Dezember

    Ruhe im Keller

    Der Jungwein gärt und reift in der Stille des Kellers. Draußen ruht der Berg, bis im Winter der Schnitt von vorn beginnt.

Weinberge über Osann, unten die Mosel
Dunkler Schieferstein aus der Nähe

Warum die Mosel anders schmeckt

Die Mosel ist das größte Steillagen-Weinbaugebiet der Welt. Der Schieferboden speichert tagsüber die Wärme und gibt sie nachts an die Reben ab, der Fluss mildert Frost und Hitze. So entstehen Weine, die Leichtigkeit und Tiefe verbinden, mit wenig Alkohol und viel Spannung. An der Mosel sagt man: Man schmeckt den Schiefer.

Osann liegt nicht direkt am Ufer, sondern auf den sanfteren Hängen über dem Tal. Schon zur Römerzeit wurden hier Trauben gekeltert. Am Noviander Berg, direkt an der Osanner Gemarkungsgrenze, fand man eine römische Kelteranlage aus dem 4. Jahrhundert.

So finden Sie zu uns

Fragen zu unseren Weinen oder zur Ferienwohnung beantworten wir gern persönlich.

Adresse

Ferienweingut Arnold Pauly
Im Lehen 1 · 54518 Osann-Monzel

Telefon

06535 556

Karte der Mosel von Trier bis Cochem, Osann-Monzel mit dem Weingut Arnold Pauly ist gold markiertCOCHEMBREMMZELLPÜNDERICHENKIRCHKRÖVÜRZIGTRABEN-TRARBACHBERNKASTEL-KUESMÜHLHEIMWINTRICHMINHEIMPIESPORTNEUMAGEN-DHRONLEIWENMEHRINGSCHWEICHKENNTRIEROSANN-MONZELWEINGUT ARNOLD PAULY

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