Osann & sein Wein
1000 Jahre
Weindorf.
Im Jahr 1008 wird Osann erstmals urkundlich erwähnt – doch Wein wuchs hier wohl schon Jahrhunderte früher. Eine kurze Reise durch die Weingeschichte unseres Dorfes, erzählt nach der Ortschronik »1000 Jahre Osann«.

1000 Jahre Geschichte & Weinbaukultur in Osann
Osann blickt auf eine eindrucksvolle Tradition zurück. Schon vor über 2.000 Jahren schätzten die Kelten und Römer die sonnenverwöhnten Hanglagen der Mittelmosel und legten den Grundstein für den Weinbau im Ort. Funde wie eine römische Villa rustica in der Gemarkung „Auf Kompen“ zeugen von einer frühen Blütezeit antiker Landgüter.
Nach dem Ende der Römerzeit entwickelte sich Osann im 7. und 8. Jahrhundert zu einer fränkischen Siedlung. Die älteste schriftliche Erwähnung der Osanner Kirche (Ecclesia de Osanna) datiert um das Jahr 1008. Über 350 Jahre lang – vom Spätmittelalter bis 1794 – prägten die Grafen von Manderscheid als Grundherren das dörfliche Leben unter der Landesherrschaft des Kurfürstentums Trier.
Das wirtschaftliche Herzstück des Ortes war und ist der Weinbau. Zunächst schätzten mächtige Klöster wie die Abtei Himmerod die Osanner Hänge. Den entscheidenden Impuls für die heutige Qualität gab 1780 der Trierer Kurfürst Clemens Wenzeslaus, als er die flächendeckende Anpflanzung der edlen Rieslingrebe verordnete.
Mit dem Einmarsch französischer Truppen 1794 endete das Feudalsystem, und die Osanner Winzer wurden freie Eigentümer ihrer Weinberge. Nach der preußischen Epoche ab 1815 und den Modernisierungsschritten des 20. Jahrhunderts schlossen sich 1969 die Nachbardörfer Osann und Monzel zur heutigen Gemeinde Osann-Monzel zusammen. Heute verbindet der Weinort eine über tausendjährige Geschichte mit lebendiger Winzerkultur.

Rastplatz Moselblick

Aussichtsplatz Wingertsgarten

Skywalk Kurpark Bernkastel-Kues

Rastplatz Monzeler Kätzchen

Rastplatz Kirchlay

Schönste Weinsicht Mosel 2020

Rastplatz über der Juffer


Unsere Weine
Von Schiefer geprägt.
Unsere Reben wachsen in den vier Osanner Lagen – auf Böden, die seit der Römerzeit Wein tragen. Im Mittelpunkt steht der Riesling, die Sorte, die den Weltruf der Mosel begründet hat. Dazu Burgunder und feine Spezialitäten aus eigenem Anbau.

Die Herkunft
Vier Lagen, ein Dorf.
Die Weinberge von Osann-Monzel verteilen sich auf vier klassische Lagen. Zur Blütezeit des Ortsweinbaus (1978) standen hier 270 Hektar Reben – so verteilten sie sich:



Terroir
Warum Mosel anders schmeckt.
Die Mosel ist das größte Steillagen-Weinbaugebiet der Welt. Der Schieferboden speichert tagsüber die Wärme und gibt sie nachts an die Reben zurück; der Fluss mildert Frost und Hitze. So entstehen Weine, die Leichtigkeit und Tiefe verbinden – mit wenig Alkohol und viel Spannung. Man sagt an der Mosel: Man schmeckt den Schiefer.
Osann liegt dabei nicht direkt am Ufer, sondern auf den sanfteren Hängen über dem Tal – schon zur Römerzeit wurden hier Trauben gekeltert: Am Noviander Berg, unmittelbar an der Osanner Gemarkungsgrenze, fand man eine römische Kelteranlage aus dem 4. Jahrhundert.



